Jazz am Kamin

Henning Berg/Hendrik Soll Duo

Am Freitag, 6.2.2026 um 20:00 Uhr wird das nächste Konzert am Kamin stattfinden, 

 

Hennig Berg/ Hendrik Soll Duo 

Posaune/ Piano 

 

im Atelier des Kunsthauses, Unter der Stadtmauer 4, 57392 Schmallenberg

Eintritt 15 €

 

"Seit den Neunzigern jammen, proben und spielen wir so im Duo und in anderen
Besetzungen: Wir gehen ohne große Absprachen in jedes Stück und freuen uns, dass wir nicht wissen, was jetzt passieren wird. Und mit einem interessierten Publikum macht das besonders viel Spaß."
Henning Berg war von 1982 bis 1996 Posaunist der international renommierten WDR Big Band. Im Duo und Quartett mit dem Pianisten Hendrik Soll veröffentlichte er mehrere Alben, darunter „Findings, puzzling...“ (2006) und „Seven Lively Conversations“ (2012), sowie die CD „Mìnnola“ (2003), alle bei Jazzhaus Musik.
Mit dem im Jahr 2015 verstorbenen Pianisten John Taylor nahm er 1997 das Album „Tango & Company“ auf. Auftritte bei Festivals in England, Norwegen und Deutschland. In jüngerer Zeit ist Berg Mitglied des Matthias Nadolny Quartetts, dessen CD „Slow“ 2021 bei Klaeng Records erschien. Zudem arbeitete er mit dem Kölner Organisten Johannes Quack zusammen und veröffentlichte 2018 gemeinsam mit Pianist Simon Seidl das Album „bergseidlduo – The Garden“ (Klaeng Records 2017).
Neben seiner musikalischen Tätigkeit ist Berg auch als Software-Entwickler bekannt: Er schuf das interaktive Improvisations-Programm Tango (1992, Steinberg) und dessen Weiterentwicklung Tango². Von 1999 bis 2019 war Henning Berg Professor für Jazzposaune an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Der Pianist Hendrik Soll zählt seit über drei Jahrzehnten zu den Aktivposten der europäischen Jazzszene. Er war er bei zahlreichen renommierten Jazzfestivals präsent und über 20 internationale Konzertreisen führten ihn in Länder wie Japan, Australien und die USA.
Als Studio- und Live-Musiker wirkte Hendrik Soll an zahlreichen CD-, Rundfunk-, und Theaterproduktionen mit und er arbeitete über viele Jahre u.a. mit Bob Brookmeyers New Art Orchestra, Ed Partykas Jazz Orchestra, dem Engstfeld-Weiss Quartett sowie dem Posaunisten Henning Berg zusammen.
Nach Lehrtätigkeiten an der Offenen Jazzhaus Schule Köln und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterrichtet Soll seit 2010 als Professor für Jazzklavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.


Ghasimi & Wiesemann

Ghasimi & Wiesemann

Freitag, den 27.3.2026 um 20:00 Uhr

im Atelier des Kunsthauses, Unter der Stadtmauer 4, 57392 Schmallenberg

Eintritt 15 €

 

Elshan Ghasimi (Tar, Setar, Stimme) und Hajo Wiesemann (Klavier) schaffen aus der Kombination persischer Instrumente mit dem europäischen Klavier Musik, die klangästhetisch neue, ausdrucksvolle und anspruchsvolle Werke schafft. Die jeweiligen Musiziertraditionen finden sich durch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Systeme, Notationen und Überlieferungen weit über dem Stadium der Improvisation hinaus in Neu-Kompositionen, die Jazz, persische Klassik und Neue Musik vereint.  Beide Musikpartner:innen arbeiten gleichberechtigt und gleichwertig an ihren Werken, die die Gemeinsamkeiten der zwölf europäischen Tonarten mit den zwölf Modusformen des persischen Tonstufensystems  beleuchten.

Elshan Ghasimi

 

In her playing […] every phrase is invested with deep thought and grave authority
- Michael Church, Musics Lost and Found
 

Elshan Ghasimi (*1981 in Isfahan, Iran) ist eine Virtuosin der persischen Langhalslauten Tar und Setar sowie eine Expertin für persische Kunstmusik. Sie ist eine vielseitige Künstlerin, Komponistin, innovative Performerin und engagierte Pädagogin, deren Werk die Schnittstellen zwischen Tradition und Moderne, Ost und West sowie Musik und anderen künstlerischen Disziplinen erforscht.

Tief verwurzelt im Radif, dem Repertoire der klassischen persischen Musik, hat Ghasimi viele Jahre dessen Beherrschung gewidmet und treibt heute dessen Neuinterpretation im zeitgenössischen künstlerischen Kontext voran. Im Alter von 17 Jahren wurde sie das jüngste Mitglied des iranischen Nationalorchesters, womit der Beginn ihrer Karriere markiert wurde.

Seit 2016 lebt sie in Deutschland, wo sie weiterhin als Solistin auftritt, komponiert und mit renommierten Ensembles wie Concerto Köln musiziert. Ihr Werk verbindet das persische musikalische Erbe mit vielfältigen Musikgenres, darunter zeitgenössische klassische Musik, Jazz, experimentelle Musik und Alte Musik.

 

 

Hajo Wiesemann

 

studierte Jazz-Klavier an der Folkwang Universität der Künste in Essen und am Conservatorium Amsterdam. Zusätzlich studierte er sechs Semester Chor– und Orchesterdirigieren. Er arbeitet als Pianist, Komponist, Arrangeur und musikalischer Leiter für Theater und Orchester und komponiert Filmmusik. U.a. Düsseldorfer Schauspielhaus, Deutsches Theater Berlin, Schauspielhaus Bochum, Essener Philharmoniker, Duisburger Philharmoniker, Aachener Symphoniker, Staatstheater Dresden, Theater und Orchester Heidelberg, ARTE, WDR, SWR, etc.


Er ist Pianist des Geysir Quartett und des Essen Jazz Orchestra und komponierte die Filmmusik für den vielfach ausgezeichneten Film „Die Geschichte einer Familie“ von Karsten Dahlem, mit Anna Maria Mühe in der Hauptrolle. Die Produktion „Ein Sommernachtstraum“, für die Hajo Wiesemann die Musik komponierte, wurde 2017 für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. Der Kurzfilm „Princess“ (Regie: Karsten Dahlem) war für den Max-Ophüls-Preis nominiert und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht.
 

Das Essen Jazz Orchestra wurde 2023 für den Deutschen Jazzpreis nominiert und bekam 2019 den renommierten Jazz Preis „Jazz Pott“ verliehen.